Juli/August 2017

 

  Kausale Zusammenhänge, Wirklichkeit und Wahrheit sehen anders aus, als vom System propagiert.   

Theorien werden von ihren Autoren im Hinblick auf bekannte oder vermutete empirische Phänomene entwickelt. Realobjekt-Forschung geht von reproduzierbaren, empirischen Befunden aus und bemüht sich dann um Systematisierung, Verallgemeinerung und ein „theoretisches Verständnis“.

Im heutigen standardmodell-orientierten Denken werden hingegen theoretisch Befunde postuliert, nach denen dann mittels computersimulierten „Versuchsaufbauten“ selektiv gesucht wird. Diese stark theoriebeladene Suche kennt keinen einzigen direkten Nachweis und lässt sich auf Grund der vielen freien Parameter, nicht detektierbaren postulierten Theorieobjekte und deren postulierten Kaskadenereignissen beliebig ergebnis-interpretieren. Dass diese "Phänomene" sich dann aus den Theorien wieder ableiten lassen, ist wenig erstaunlich. Der dem Experiment zugrunde liegende mathematische Formalismus wird selbst zum physikalischen Phänomen (erklärt).

 

Kalter Kaffee neu gefiltert!   

SM-Ansichten zur Erinnerung: Quarks sind keine Teilchen, weder im phänomenologischen noch im quantentheoretischen Sinne, da sie nicht als isolierbare Partikel bzw. Zustände auftreten. Die physikalischen Teilchen andererseits sind als gebundene Zustände aus Quarks zusammengesetzt zu denken. Den elementaren Größen der Quantenfeld-Theorie entsprechen keine physikalischen Objekte. Quantisierte Eigenschaften werden durch innere Symmetrien charakterisiert und haben nichts mehr mit Eigenschaften im üblichen Sinne gemeinsam, die als den Dingen inhärente physische Qualitäten aufgefasst werden können. Der Isospin der Nukleonen oder die »Farbe« der Quarks drücken überhaupt keine Qualitäten in diesem Sinne mehr aus, sondern nur noch beliebig festgelegte Basiszustände beziehungsweise Richtungen in einem abstrakten Raum, die durch Symmetrietransformationen aufeinander bezogen werden. Nahezu alle bisher bekannten Symbolsysteme werden zitiert. Mal sind es die Farben (rot, blau, grün), mal Buchstaben (u, d, s, c, b, t), mal symbolische Eigenschaften (strange, charm, beauty,...), als Begriff kommen auch noch die Aromen hinzu, für eine noch unterhalb der Quarks liegende Struktur wurden die Bezeichnungen 'tohu' und 'wabohu' aus der Schöpfungsgeschichte im Alten Testament vorgeschlagen.

 

Meldung(en) aus den Monaten Juli und August 2017, die auch fleißig von Fachmagazinen und den Hauptstrommedien (siehe exemplarisch FAZ und DerStandard) kopiert und  „massiv“ verbreitet werden,  …

 

Higgs-Boson zerfällt in Quarks

Physiker beobachten erstmals theoretisch häufigste Zerfallsform des Higgs

..."Endlich: Physiker haben erstmals den Zerfall des Higgs-Bosons in zwei Bottom-Quarks beobachtet und damit in zwei fundamentale Bausteine der Materie. Dies bestätigt theoretische Voraussagen zum Verhalten des Higgs-Bosons und erklärt seine Kurzlebigkeit, wie die Forscher berichten. Die Beobachtung dieser Zerfälle und eine präzisere Massenmessung des Higgs-Bosons gelangen im Teilchenbeschleuniger LHC des CERN.  

ABER!!!

Schon in einem Artikel des „Wissensmagazins“ scinexx.de »Higgs-Boson zerfällt auch anders« vom 23.Juni 2014 ! (http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-17695-2014-06-23.html)  wurde u.a. verkündet…

…“Bestätigung für das Higgs: Physiker haben erstmals auch den zweiten, nach dem Standardmodell postulierten Zerfallsweg des Higgs-Bosons nachgewiesen. In Daten des CMS-Experiments am Large Hadron Collider (LHC) entdeckten sie einen Überschuss an Bottom-Quarks und Tau-Leptonen.…

Die Forscher hatten dafür Daten analysiert, die 2011 bei Protonennkollisionen von sieben Teraelektronenvolt (TeV) und 2012 bei acht TeV gesammelt wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass es im Masse-Bereich des Higgs-Teilchens von 125 Gigaelektronenvolt (GeV) tatsächlich zu einer Häufung von Zerfällen des Higgs-Teilchens in Bottom-Quarks und in Tau-Leptonen kommt.“…

https://atlas.cern/updates/atlas-news/atlas-highlights-eps-hep-2017

…”After analysing all the data ATLAS collected in 2015 and 2016, we have finally reached the level of precision where we can say we’ve seen evidence for H→bb, with an observed significance of 3.6 σ”…

 

ABER!!!  2014 propagierte die LHC-Gemeinde bereits  

https://www.nature.com/nphys/journal/v10/n8/pdf/nphys3005.pdf

…”Determination of the couplings to down-type fermions requires direct measurement of the corresponding Higgs boson decays, as recently reported by the Compact Muon Solenoid (CMS) experiment in the study of Higgs decays to bottom quarks15 and τ leptons16. Here, we report the combination of these two channels, which results in strong evidence for the direct coupling of the 125 GeV Higgs boson to down-type fermions, with an observed significance of 3.8 standard deviations, when 4.4 are expected”…  

15 CMS Collaboration. Search for the standard model Higgs boson produced in association with a W or a Z boson and decaying to bottom quarks. Phys. Rev. D 89, 012003 (2014). 16. CMS Collaboration. Evidence for the 125 GeV Higgs boson decaying to a pair of τ leptons. Preprint at http://arXiv.org/abs/1401.5041  (submitted, 2014).

doi:10.1038/nphys3005 published 22 June 2014   

…“Die Ergebnisse zeigen, dass es im Masse-Bereich des Higgs-Teilchens von 125 Gigaelektronenvolt (GeV) tatsächlich zu einer Häufung von Zerfällen des Higgs-Teilchens in Bottom-Quarks und in Tau-Leptonen kommt…

Signifikanz von 3,8 Sigma

Wie die Physiker der CMS-Collaboration berichten, liegt der Überschuss bei einer Signifikanz von 3,8 Sigma. Das heisst, die Wahrscheinlichkeit, dass die Häufung allein auf Grund zufälliger Hintergrundprozesse zustande kommt, liegt bei etwa eins zu 14.000. In der Teilchenphysik geht man ab einer Signifikanz von 5 Sigma von einer bestätigten Entdeckung aus.“… Siehe: http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-17695-2014-06-23.html

 

Was ist aus den - vom System selbst festgelegten - "nötigen" 5σ "Genauigkeit" geworden?

Ein weitere Ausnahme nach dem Motto "Was kümmert uns unser Geschwätz von gestern"?

 

Sigma (σ) ist Maß für die Streuung der Werte einer Zufallsvariablen (1860 von dem Briten Francis Galton eingeführt). Es besteht die Konvention, bei Effekten ab 3 Sigma (~ 0,15 Prozent) von einem „ Hinweis" zu sprechen und erst ab 5 Sigma (~ 0,00003 Prozent) von einer „Entdeckung". Das ist nicht umkehrbar: Ein 5-Sigma-Nachweis heißt nicht, dass mit 99,99997 Prozent Wahrscheinlichkeit ein neues – oder gar ein bestimmtes – Teilchen vorliegt! Die Standardabweichung sagt nur etwas über statistische Fluktuationen der Messungen aus, nicht über den gesuchten Effekt selbst.

Zur Erinnerung: Sollten sich methodische Fehler in den Versuchsaufbau und die Versuchsauswertung "einschleichen", dann können auch 6σ nichts bedeuten, wie im Fall der OPERA-Neutrino-Experimente, die besagten, daß Neutrinos schneller als Licht sind.

 

 

 

»Propaganda-Erzeuger-Quellen«

 

A first LHC sighting of the Higgs boson in its favourite decay

by ATLAS Collaboration, 6th July 2017

https://atlas.cern/updates/physics-briefing/first-lhc-sighting-higgs-boson-its-favourite-decay

…”Until now, the Higgs boson had been observed decaying to photons, tau-leptons, and W and Z bosons. However, these impressive achievements represent only 30% of the Higgs boson decays! The Higgs boson’s favoured decay to a pair of b-quarks (H→bb), which was predicted to happen around 58% of the time and thus drives the short lifetime of the Higgs boson, had so far remained elusive.

 

Wer "führt" hier wen, zu welchem Zweck vor? Wie zuvor erwähnt, wurde bereits im Juni 2014 propagiert: ..."Here, we report the combination of these two channels, which results in strong evidence for the direct coupling of the 125 GeV Higgs boson to down-type fermions, with an observed significance of 3.8 standard deviations, when 4.4 are expected”…https://www.nature.com/nphys/journal/v10/n8/pdf/nphys3005.pdf

doi:10.1038/nphys3005 published 22 June 2014

*Teilchenphysiker benutzen generell den phänomenologisch falschen Begriff Zerfall, obwohl sie Umwandlungen meinen. Zerfall würde bedeuten, die Zerfallsprodukte waren (allesamt) Bestandteile des Zerfallenden. Dem ist aber nicht so, zumindest nicht im Rahmen der theoretischen Implikationen und Postulate des Standardmodells der Teilchenphysik. 

Im Übrigen: Das nicht nur der postulierte Zerfall b-quarks (H→bb), der keiner ist*, "elusive" sprich schwer fassbar bleibt, sondern keiner der postulierten "Zerfallskanäle ", des aus dem Untergrund mittels massiver Vorselektion ("Trigger") und nachträglicher algorithmischer WünschDirWas-Software in jahrelanger Cluster-Rechner-Arbeit befreiten kurzlebigen Massehäufchens (~ 125GeV/c²) namens Higgs-Boson, fassbar ist, ergibt sich, wenn man sich mit den theoretischen Implikationen und theoriebeladenen indirekten "empirischen Nachweisen" im Detail beschäftigt. Siehe die Kapitel Standardmodell und Higgs-Boson-Kreationen und andere Kleinigkeiten.

 

Observing this decay would fill in one of the big missing pieces of our knowledge of the Higgs sector. It would confirm that the Higgs mechanism is responsible for the masses of quarks and might also provide hints of new physics beyond our current theories. All in all, it is a vital missing piece of the Higgs boson puzzle!

But if it is the dominant Higgs boson decay, and we’ve now created over 1 million H→bb decays in ATLAS alone, then why haven’t we seen it yet? This seems especially strange when you consider that we discovered the Higgs boson in other, far less frequent decays. 

The answer lies in the abundance of b-quarks created in the ATLAS detector due to strong interactions. We create pairs of b-quarks 10 million times more frequently than we create a H→bb decay, which makes picking them out against that large background an extremely challenging task. We therefore look for H→bb decays when they are produced in association with another particle, in this case a vector boson (W or Z). The more distinctive decays of vector bosons provide a way to reduce the large background. This leads to a much lower production rate – we expect to have created only 30,000 H→bb decays this way – but it provides an opportunity to spot this elusive decay.

Nevertheless, even in this condition the background processes that mimic the H→bb signal are still large, complex and difficult to model. A huge effort was spent by ATLAS collaborators to isolate the small H→bb signal from the large background. After selecting the collisions of interest, we were left with an expected number of around 300 H→bb events compared to 70,000 background events. Ultimately, we were hoping to see an excess of collision events over our background prediction (a bump) which appears at the mass of the Higgs boson.

After analysing all the data ATLAS collected in 2015 and 2016, we have finally reached the level of precision where we can say we’ve seen evidence for H→bb, with an observed significance of 3.6 σ when combining the Run 1 and Run 2 datasets. As shown in the figure, a bump is observed that is very consistent with our expectation, confirming many key aspects of the Higgs bosons behaviour. Next to the bump one can see the decay of a Z boson (mass of 91 GeV) to a b-quark pair, produced in a similar way as the Higgs boson, but more abundantly. It serves as a powerful validation of the analysis.    

 

Wer "führt" hier wen, zu welchem Zweck vor? Wie zuvor erwähnt, wurde bereits im Juni 2014 propagiert: ..."Here, we report the combination of these two channels, which results in strong evidence for the direct coupling of the 125 GeV Higgs boson to down-type fermions, with an observed significance of 3.8 standard deviations, when 4.4 are expected”…

https://www.nature.com/nphys/journal/v10/n8/pdf/nphys3005.pdf

doi:10.1038/nphys3005 published 22 June 2014

Spotting H→bb is just the beginning! Studies of this new decay will open a whole new window onto the Higgs, and may also provide hints of new physics beyond our current theories. Stay tuned to this channel.”…

 

New ATLAS measurement of the Higgs Boson mass

by ATLAS Collaboration, 6th July 2017

https://atlas.cern/updates/physics-briefing/new-atlas-measurement-higgs-boson-mass

..."The results are summarized in Figure 3, where the individual measurements for the two channels are given as well as their combination: 124.98 ± 0.28 GeV. The LHC Run 1 combined measurement is also provided for comparison."...

 

Um zu verstehen, welche Dimension der komplexe, andauernde milliardenschwere Skandal hat, …

Erinnerungen an 1993

Der ergebnisunfähige Higgs-Mechanismus wird nicht benötigt !

Die brisante Erkenntnis, die sich aus den theoretischen Details* ergibt, ist die, daß der Higgs-Mechanismus nicht benötigt wird, zumal dieser keine Möglichkeit eröffnet, die Higgs-Masse zu berechnen. D. E. Kahana und S. H. Kahana berechnen nicht nur die Higgs-Masse 1993 (!) ohne freie Parameter, sie berechnen auch die Top-Quark-Masse präzise, gleichfalls ohne freie Parameter.

*Top and Higgs Masses in Dynamical Symmetry Breaking David E. Kahana Center for Nuclear Research Kent State University Kent, OH 44242-0001 and Sidney H. Kahana Physics Department Brookhaven National Laboratory Upton, NY 11973 Quelle: https://arxiv.org/pdf/hep-ph/9312316.pdf

…However, including all one loop evolution and defining the masses self-consistently, at their respective poles, moves the top mass upward by some 10 GeV to near 175 GeV and the Higgs mass down by a similar amount to near 125 GeV...

…”In light of the recent unfortunate developments at the SSC*, the somewhat low prediction for the Higgs mass, near 125 GeV, may take considerably longer to test… *https://en.wikipedia.org/wiki/Superconducting_Super_Collider

 

 

Konträr zur Aussage des Standardmodells sind die milliardenschweren Teilchenbeschleuniger-Versuche, die allesamt nur zu indirekten Messungen in vorselektierten Zerfallskanälen mit Wahrscheinlichkeiten in der Größenordnung von 1 zu 10 Milliarden führen, gegenstandlos, da die exakten theoretischen Berechnungen von D. E. Kahana und S. H. Kahana, veröffentlicht im Dezember 1993 (!) keinerlei empirischen Befund benötigten.

Michael J. Tannenbaum (http://www.phenix.bnl.gov/~sapin/) macht in seinen Ausführungen:

Waiting for the W and the Higgs (https://arxiv.org/pdf/1608.06934.pdf) folgende Bemerkungen (Seiten 20 und 21):

…”At the 50th course of the ISSP from June 23–July 2,2012 [Zichichi 2012], there was an unusually large number of invited distinguished guests, such as Peter Higgs (Fig. 12) and Murray Gell-Mann, because it was also the 40th Anniversary of QCD. I presented a talk about “Highlights from BNL and RHIC” on Wednesday June 27; then something very interesting happened. In the question period after my talk, when I was asked about some theory calculation of the PHENIX data, I said that I didn’t discuss theory, I leave that to the theorists. I added that “I don’t even talk about the Higgs boson until I see one ...” (Strictly this was not true, as I did mention the Higgs boson because I doubted that it gives mass to fermions.) At dinner, I spoke to Peter Higgs and said that I hope he wasn’t offended by my statement—he wasn’t. Then he said, “You’re from Brookhaven, right. Make sure to tell Sid Kahana that he was right about the top quark 175 GeV and the Higgs boson 125 GeV” [Kahana and Kahana 1993].”…


Dass weder Peter Higgs noch irgendein SM-Vertreter auf die bemerkenswerten Arbeiten von D. E. Kahana und S. H. Kahana öffentlich hinwiesen und diese auch populärwissenschaftlichen Magazinen offensichtlich „unbekannt sind“, obwohl diese in Fachkreisen bekannt sein mussten, dokumentiert die Brisanz der exakten theoretischen Voraussagen aus dem Jahre 1993.   Detaillierte Ausführungen siehe: Der etwas andere Interessenkonflikt